Heilbronner Friedensrat

1983 hat sich der Heilbronner Friedensrat im Zuge der Nachrüstungsdebatte aus verschiedenen Friedensgruppen heraus mit der Kernaufgabe gegründet, die Pershing-Raketen auf der Waldheide am Heilbronner Stadtrand wegzubekommen. Ein Sonderzug nach Bonn mit 1.200 Teilnehmern und die Mitorganisation von "Heilbronner Begegnungen" der Berliner Akademie der Künste waren herausragende Aktionen, die von einer großen Zahl von Aktiven getragen wurden. Das Ziel, die Raketen abzubauen, hatte sich in ganz Heilbronn und Umgebung durchgesetzt.

Heute besteht der Heilbronner Friedensrat aus einem Kreis von etwa 20 Aktiven, deren Ziel ist, gegen Krieg und für die Lösung von Konflikten mit friedlichen Mitteln einzutreten. Trotz der Erkenntnis, dass es sehr viel schwieriger ist, gegen Krieg und Gewalt in der Ferne einzutreten, als eine Bedrohung in der Nähe zu thematisieren, sind die Mitglieder des Friedensrats entschlossen, mit langem Atem Friedensarbeit zu leisten.

Stand: Februar 2019

 

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Heilbronner Friedensrat – www.friedensrat.de

1. Februar 2019
Artikel der Deutschen Welle, Berlin: Interview mit Menschen aus unserer Region zur Kündigung des INF-Vertrags durch Präsident Trump

 

11. Januar vor 35 Jahren
Eine gewaltige Explosion erschütterte am 11. Januar 1985 die US-Raketenstellung auf der Heilbronner Waldheide. Drei Soldaten starben, es gab Verletzte und die Trümmer der explodierenden Rakete flogen über 100 m weit. Was wäre gewesen, wenn die Pershing II-Rakete, was ja ihre Bestimmung war, mit einem atomaren Sprengkopf bestückt gewesen wäre? In Büchel beim Fliegergeschwader der Bundeswehr oberhalb Cochem an der Mosel stehen – so wird berichtet – Flugzeuge bereit, um im Ernstfall US-Atombomben abzuwerfen. Wo sind die Zielgebiete? Wer entscheidet über ihren Einsatz? In einer Zeit zunehmender Verunsicherung durch die Politik der Mächtigen, wird es höchste Zeit, dass die verbliebenden Atombomben aus Deutschland abgezogen werden, so Alfred Huber in einer Stellungnahme des Heilbronner Friedenrats.